Ratgeber
Die Antwort hängt stark von Unternehmensgröße und Anforderungen ab — aber die Kostenfaktoren, die bei einer eigenen IT-Stelle oft übersehen werden, sind überall dieselben. Dieser Ratgeber liefert keinen Pauschalpreis, sondern den Rechenweg, mit dem ihr eure eigene Zahl ermittelt.
Die sichtbare Zahl ist das Bruttogehalt. Die tatsächlichen Kosten einer Stelle liegen deutlich darüber:
Nehmt das Jahresbruttogehalt, das ihr für eine IT-Fachkraft in eurer Region zahlen müsstet. Rechnet etwa 20 Prozent Arbeitgeberanteile dazu, dann Arbeitsplatz, Weiterbildung und anteilige Recruiting-Kosten. Ein fiktives Rechenbeispiel: Bei 55.000 Euro Bruttogehalt ergeben sich mit Nebenkosten rund 66.000 Euro, mit Arbeitsplatz und Weiterbildung schnell über 70.000 Euro im Jahr — für eine Person, die realistisch an etwa 200 Tagen im Jahr verfügbar ist. Setzt eure eigenen Zahlen ein; der Rechenweg bleibt derselbe.
Eine einzelne IT-Stelle bedeutet: Urlaub und Krankheit sind ein echtes Betriebsrisiko, nicht nur eine Terminverschiebung. Wer das absichern will, braucht entweder eine zweite Stelle — und verdoppelt die Rechnung — oder externe Unterstützung als Rückfallebene. Dazu kommt das Wissensrisiko: Kündigt die eine Person, geht mit ihr alles, was nicht dokumentiert wurde.
Netzwerk, Server, Microsoft 365, Security, Backup, Telefonie, Lizenzen, Datenschutz: Das alles auf aktuellem Stand zu beherrschen, schafft kaum eine Einzelperson. In der Praxis bedeutet eine einzelne Stelle deshalb oft, dass einige Bereiche gut laufen und andere liegen bleiben — meist genau die unsichtbaren wie Patchmanagement und Backup-Tests.
Monitoring-Software, Backup-Lösungen, Security-Tools, Ticketsystem, Fernwartung — diese Kosten fallen unabhängig davon an, ob intern oder extern betreut wird. Bei einer eigenen Stelle kauft ihr sie selbst; bei externer Betreuung sind viele davon Teil der Leistung.
Eine Person kann nicht rund um die Uhr erreichbar sein. Ein Team mit klarer Eskalationsstufe — bis zur Notfall-Hotline — schon.
Am teuersten ist oft, was gar nicht als IT-Kosten auftaucht: Mitarbeiter, die sich gegenseitig bei Computerproblemen helfen, der Geschäftsführer, der abends den Drucker einrichtet, ein halber Tag Stillstand, weil der Server voll war. „IT-Probleme kosten mich und mein Team jede Woche Stunden, die woanders fehlen" ist einer der drei Sätze, die wir am häufigsten hören. Zählt diese Stunden einmal einen Monat lang mit — das Ergebnis überrascht fast immer.
Klassisch über Wartungsverträge mit monatlicher Pauschale — planbar, aber oft bezahlt ihr ein Kontingent, das ihr nie ausschöpft. Wir arbeiten anders: Rahmenvertrag und definierte Leistungsscheine, abgerechnet wird die tatsächlich geleistete Arbeit im 15-Minuten-Takt, monatlich aufgeschlüsselt im Stundenreport. Wie eine externe Lösung konkret aussieht, steht auf der Seite Externe IT-Abteilung.
Häufige Fragen
Eine feste Schwelle gibt es nicht. Entscheidend ist, ob eine volle Stelle fachlich ausgelastet wäre und wie ihr Urlaub, Krankheit und Kündigung absichert. Viele mittelständische Unternehmen fahren mit externer Betreuung oder einer Kombination aus interner Stelle und externem Team am besten.
Das lässt sich nur mit euren Zahlen beantworten. In den Vergleich gehören neben dem Gehalt auch Nebenkosten, Weiterbildung, Tools, Vertretung und das Ausfallrisiko einer Einzelperson.
Es gibt keine Pauschale: Abgerechnet wird die tatsächlich geleistete Arbeit im 15-Minuten-Takt über Rahmenvertrag und Leistungsscheine. Was für eure Umgebung realistisch ist, klären wir nach der Analyse im kostenlosen Erstgespräch.
Ja, das ist ein häufiges Modell: intern die Nähe zum Tagesgeschäft, extern Betrieb, Security, Spezialthemen und die Vertretung bei Urlaub und Krankheit.